Jochen Hein

geb. 1960 in Husum, lebt und arbeitet in Hamburg.

„Als guter Realist muss ich alles erfinden.“ Jochen Hein


Dieser scheinbar widersprüchliche Satz von Alex Colville lässt sich auch auf das künstlerische Werk von Jochen Hein anwenden. Denn seine Bilder von Parklandschaften, Meeresoberflächen, dem Himmel und von Personen sind keine bloße Widerspiegelung der Wirklichkeit, keine Abschilderung und auch nicht einfach Bilder der Fragwürdigkeit einer Wirklichkeit, die außer aus Sichtbarem schließlich auch aus Ängsten, Wünschen, Träumen und Alpträumen besteht. In seinem Werk zeigt uns Jochen Hein, daß Wirklichkeit im Bild mit ästhetischen Mitteln hergestellt – oder mit Colville: neu erfunden – wird und daß der Künstler beim Malen einen Vorgang des Übersetzens in die ganz andere Sprache der Bilder mit ihrer eigenen Grammatik, ihrer eigenen Syntax vornimmt.

Nicht anachronistisch, sondern zeitlos sind diese Naturstudien, die in ihrer Genauigkeit und Brillanz an deutsche Romantiker erinnern, und in ihrer atmosphärischen Dichte wie das Kondensat eines Augenblicks wirken.
ALEXANDER SAIRALLY

Jochen Hein
Schwere See 398
2017
Acryl auf Holz
25 x 30 cm
signiert
verkauft

Jochen Hein
Schwere See 396
2017
Acryl auf Holz
25 x 30 cm
signiert
verkauft

Ausstellungen bei Felix Jud

2010 Park im Zwielicht. Malerei
2012 Schaubeck Sessions. Arbeiten auf Papier

Ausstellungen

Mittelrhein-Museum Koblenz. Vom 6.7. bis 6.10.2013
Stadtgalerie Klagenfurt. Vom 18.10.2013 bis 26.1.2014
Kunsthalle Jesuitenkirche Aschaffenburg. Vom 15.2. bis 4.5.2014

Literatur

Jochen Hein
Hrsg. Markus Bertsch, Beatrix Obernosterer, Christiane Ladleif
168 S.131 Abb.
Hatje Cantz Verlag, geb.
€ 35,00

Die erste Monographie des Künstlers.