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Faszination des Nordens

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Faszination des Nordens

Tobias Duwe. Elbe – Haseldorfer Marsch. 2016. Öl auf Leinwand. 70 x 110 cm. Signiert.

Japanische Keramik

Zu Gast Jan Kollwitz

Vase

Jan Kollwitz. Jomon. Brand im Anagama-Holzbrennofen. Ascheanflug mit Glasbildung, Rauch- und Flammenspuren.
Höhe 29 cm. Signiert.

Landschaften

von Tobias Duwe, Klaus Fußmann, Lars Möller, Rolf Stieger, Frank Suplie, Till Warwas

Feiern Sie mit uns die Eröffnung
in unserem neuen Raum für die Kunst!

Donnerstag, 4. Mai 2017
18.00 bis 21.00 Uhr

Die Künstler sind anwesend.

u.A.w.g. kontakt@felix-jud.de

Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni zu sehen.
Montag bis Freitag 10.00 bis 18.30 und Samstag 10.00 bis 16.00


Preise auf Anfrage. Angebot freibleibend.

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Til Warwas
Düne, Listland

2015
Öl auf Leinwand
30 x 40 cm
signiert
verkauft

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Lars Möller
Spaziergang nach Neuwerk

2015
Öl auf Leinwand
60 x 80 cm
signiert
Preis auf Anfrage

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Till Warwas
Strand bei Kampen, Abend

2016
Öl auf Leinwand
30 x 40 cm
signiert
€ 1.800.-

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Till Warwas
An der Steilküste (bei Schönhagen)

2016
Öl auf Leinwand
60 x 70 cm
signiert
Preis auf Anfrage

Feridun Zaimoglu liest

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Feridun Zaimoglu
© Melanie Grande

© Melanie Grande

Feridun Zaimoglu

liest aus

Evangelio.
Ein Luther-Roman.
352 Seiten.
Kiepenheuer & Witsch Verlag,
22.- Euro

 

„Durch seine kühne, vor allem aber originelle Luther-Story glückte ihm ein Coup, mit dem er einen Meilenstein im Genre ‚historischer Roman‘ setzt.“
MDR Kultur

 

Annemarie Stoltenberg
führt ein Gespräch mit dem Autor.

Am Dienstag, 9. Mai 2017
Um 19 Uhr
Am Neuen Wall 13

 

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensjahr in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise. Nach seinen Bestsellern »Leyla« und »Liebesbrand« erschien zuletzt der erfolgreiche Roman »Siebentürmeviertel«. 2016 erhielt Feridun Zaimoglu die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein.

Annemarie Stoltenberg

Annemarie Stoltenberg ist 1957 geboren, hat Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaften in Hamburg studiert. Seit einigen Jahren ist sie als Literaturexpertin auf NDR Kultur präsent. Mit Buchvorstellungsprogrammen geht sie auf Lesereisen und versucht, die richtigen Bücher für die richtigen Leser zu finden.


Eintritt Euro 10.-
Begrenzte Plätze. Anmeldung erforderlich.

Stillleben

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Ausstellung verlängert bis 22. April 2017
am Neuen Wall 13

Montag bis Freitag 10.00 bis 18.30
Samstag 10.00 bis 16.00

Arbeiten von Friedel Anderson, Alfred Baumann, Tobias Duwe, Klaus Fußmann, Alexander Gerlach, Frauke Gloyer, Frank Suplie, Till Warwas.

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Von den Dingen des Alltags erzählt diese Ausstellung zeitgenössischer norddeutscher Kunst.

Der gedeckte Tisch, auf Hochglanz poliert bei Till Warwas, kunstvoll arrangiert bei Alexander Gerlach oder nachlässig drapiert bei Tobias Duwe, lässt menschliche Spuren sichtbar werden. Altersspuren wie eine wurmstichige Tischplatte und ein angerostetes Küchensieb auf den Bildern von Alfred Baumann spielen auf das Thema Vergänglichkeit an. Diese reglosen Gegenstände, die Zeit überdauernd, verweisen auf die Endlichkeit des menschlichen Daseins. Was heißt es sterblich zu sein? Um diese Frage kreist das Stillleben, ein kunsthistorisches Genre, das vor vierhundert Jahren seinen Anfang nahm und heute noch fasziniert.

Zu intensiven Momenten des Innehaltens und Verharrens laden die Kunstwerke ein. Sie werden zu modernen Andachtsbildern in flüchtigen und digitalen Zeiten, die nach Kontemplation verlangen.

Erweitert wird die Ausstellung um Skulpturen der Bildhauerin Annette Meincke-Nagy.
Sie zeigen Menschen, in Andacht versunken.

Till Warwas

Till Warwas
Birnen und Tomaten
2017
Acryl auf Leinwand
30 x 40 cm
signiert
Preis auf Anfrage

Meincke-Nagy

Annette Meincke-Nagy
Frau mit rosa Bluse
2016
Cellulose, Quarzsand, Pigmente
Höhe: 40 cm
signiert und datiert
€ 1.700.-

Dirk Kurbjuweit liest aus seinem neuen Buch

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Dirk Kubjuweit
Dirk Kurbjuweit
Dirk Kurbjuweit

Dirk Kurbjuweit
liest aus seinem neuen Buch
Die Freiheit der Emma Herwegh

Dirk KubjuweitRoman.
Hanser Verlag
23,- Euro

Insa Wilke im Gespräch mit dem Autor

Am Dienstag, 28. 3. 2017
um 19 Uhr
am Neuen Wall 13

Dirk Kurbjuweit erzählt die Geschichte einer Revolutionärin. Alles, was Emma tut, tut sie ganz. Ihre Heirat mit dem revolutionären Dichter Georg Herwegh ist ein Skandal. Sie, die Tochter aus gutem Hause, geht ins Paris von Marx und Heine. Sie reiht sich 1848 als einzige Frau in den bewaffneten Trupp, der die Revolution von Frankreich in die Heimat tragen soll. Doch als Herwegh sich in Natalie verliebt, die Frau seines Genossen Alexander Herzen, wird das Programm der freien Liebe zu einem Kampf um Treue und Verrat. Dirk Kurbjuweit, geboren 1962, ist Journalist und Schriftsteller. Von 1990 bis 1999 war er Redakteur bei der „Zeit“. Dann der Wechsel zum „Spiegel“, seit 2015 ist er der stellvertretende Chefredakteur. Mehrere seiner Romane wurden fürs Kino verfilmt und für die Bühne dramatisiert. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal den Egon-Erwin-Kisch Preis (1998 und 2002).

Foto: Frank Mädler

Foto: Frank Mädler

Insa Wilke, geboren 1978, ist Germanistin, Literaturkritikerin und Moderatorin.

Von 2010 bis 2012 leitete sie das Literaturhaus in Köln. Im WDR3 moderiert sie die Büchersendung „Gutenbergs Welt“ und seit 2015 die „Darmstädter Gespräche“ im Staatstheater Darmstadt. 2014 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.


Eintritt 10.- Euro
Begrenzte Plätze, Anmeldung erforderlich.

Ziel Elbphilarmonie

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Ziel Elbphilharmonie

Ziel Elbphilharmonie
Ausstellungseröffnung und Buchpremiere am 20. Dezember

„Gab es ein Bedürfnis nach Beethovens Neunter Symphonie?“ war die Gegenfrage, so Christoph von Dohnányi amüsiert im Vorwort, auf die viel diskutierte Frage, ob überhaupt ein Bedürfnis nach einem weiteren Konzertsaal in Hamburg bestände.

Im Verlag Felix Jud erscheint nun ein Kunst-Buch, das dem vollendeten Bauwerk gewidmet ist.

Joachim Mischke, Musikwissenschaftler und Kritiker, lässt in zehn kenntnisreich und flott erzählten Porträts Hamburgs Musikgeschichte Revue passieren. Von Georg Friedrich Händel bis Hans Werner Henze werden Komponisten beschrieben, die in Hamburg gewirkt und das Musikleben der Stadt geprägt haben.

Den Text begleiten neunzehn Bilder von sieben Hamburger und norddeutschen Malern, die sich auf ganz unterschiedliche Malweise mit dem Bauwerk – The Guardian nannte es kürzlich „a crystalline palace for music in the air“ – auseinandergesetzt haben.

Unser Ausstellung ab 20. Dezember zeigt eindrucksvoll, wie der kristalline Musikpalast die Künstler inspirierte zu stimmungsvollen Bildern von expressiver Farbigkeit bei Manfred Besser und Rolf Stieger oder sanften Tönen bei Friedel Anderson, Frank Suplie oder Lars Möller. Mal ist das Bauwerk die Stadtkrone der Hamburg-Silhouette wie bei Till Warwas oder der kompakte Musikdampfer Klaus Fußmanns‘, an dem kein Weg mehr vorbei führt.

Joachim Mischke
Ziel Elbphilharmonie.

Musik der Stadt in zehn Porträts. Vorwort Christoph von Dohnányi.

Ansichten der Elbphilharmonie von Friedel Anderson, Manfred Besser, Klaus Fußmann, Lars Möller, Rolf Stieger, Frank Suplie, Till Warwas.
Verlag Felix Jud. Hamburg. 2016. 68 Seiten.
Standardausgabe € 38.-
Vorzugsausgabe mit einem Linolschnitt von Klaus Fußmann € 178.-

Bestellungen:
Telefon: 040 – 34 34 09 / 34 34 85
E-Mail: kontakt@felix-jud.de

Arbeiten aus der Ausstellung Ziel Elbphilharmonie

Till Warwas
Elbphilharmonie und Landungsbrücken

2016
Öl auf Leinwand
50 x 60 cm
signiert
Preis auf Anfrage.

Rolf Stieger

Rolf Stieger
Elbphilharmonie und Hafen

2016
Öl auf Leinwand
68 x 95 cm
signiert
Preis auf Anfrage.

Fußmann

Klaus Fußmann.
Hamburg, Elbphilharmonie, Hafen.

Farblinolschnitt. 15,3 x 21 cm.
Vorzugsausgabe € 178.-

Manfred Besser
Hamburgensien II

2016
Mischtechnik auf Leinwand
60 x 120 cm
signiert
Preis auf Anfrage.

Japan – Farbholzschnitte

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Ausstellung vom
24. Oktober bis 14. November 2016

Utagawa Kunisada
(1785-1865)
Furt am Oigawa
Farbholzschnitt
37 x 75,5 cm
signiert
verkauft

Die aufkommende Reiselust im 18. Jahrhundert führt Lehnsfürsten, Händler, Mönche und Pilger zu buddhistischen Tempeln und heiligen Bergen. Dabei stellen Flüsse, Schluchten und Gebirgspässe keine unüberwindbaren Hindernisse dar.

Utagawa Kunisada bediente mit diesem Sujet nicht nur den damaligen Publikumsgeschmack, sondern lieferte auch weiteren zeitgenössischen Künstlern in Japan stilistische Vorgaben und wurde somit zum Trendsetter in der Kunst des japanischen Farbholzschnitts.

Katsushika Hokusai
(1760-1849)
Herberge der Niederländer in Edo
1802
Farbholzschnitt
19,5 x 15 cm
aus dem Bilderbuch: Vergnügen von Edo
verkauft

In dieser beliebten Straßenszene des legendären Künstlers Katsushika Hokusai, sorgen die niederländischen Händler im Haus von Nagasaki für Aufregung und Neugier unter den einheimischen Bewohnern der Hauptstadt Edo. Eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern betrachtet die Niederländer wie Tiere im Zoo, denn Europäer bekommen sie selten zu Gesicht.

Ab 1639 und bis Mitte des 19. Jahrhunderts war es in Europa, nur den Niederländer erlaubt, in Japan Handel zu treiben. Auf einer künstlichen Insel im Hafen von Nagasaki untergebracht, machten sich die Niederländer einmal im Jahr auf nach Edo zur Audienz beim Shogun.

Den niederländischen Händlern hat es Hokusai zu verdanken, dass seine Bilder nach Europa gelangten und dort zum Japonismus beitrugen.

Sehr seltenes Blatt.

Ando Hiroshige
(1797-1858)
Trommelbrücke und Yuhigaoka von Meguro.
um 1855
Farbholzschnitt
36 x 24,5 cm (Blattgröße)
34 x 22,5 cm (Plattenrand)
signiert
aus der Serie:
100 berühmte Ansichten von Edo
verkauft

Ando Hiroshige ist der populärste Künstler der Bilder mit Sehenswürdigkeiten von Edo. Dabei fasziniert die räumliche Tiefe seiner Bildkomposition. Als Meister der Landschaftsmalerei bereitete er mit seinem stimmungsvollen Naturschauspiel den Weg für den Impressionismus in Europa.

Angebot freibleibend.

Weitere Arbeiten sind in der Ausstellung zu sehen.

Ein umfangreiches Angebot an Büchern zu Japans Kulturgeschichte und Romane japanischer Autoren haben wir für Sie zusammengestellt.

Edition No. 7

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Jane Gardam

Jane Gardam
Die geheimen Briefe/ The Sidmouth Letters
(Deutsch/Englisch)

Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort von Isabel Bogdan
92 Seiten, gebunden, 2016
Euro 16,80

Das Buch in bibliophiler Ausstattung ist in nummerierter und limitierter Auflage in den 5plus-Buchhandlungen erhältlich.

»… Wir haben herausgefunden«, sagte Shorty Shenfold, »dass es mehrere Briefe von Jane Austen an diesen Geliebten gibt. Sie befinden sich immer noch in Devonshire und stehen zum Verkauf.« Die junge Autorin Annie wird beauftragt, nach Sidmouth zu fahren und die Briefe für tausend Pfund aus dem Privatbesitz einer älteren Dame zu erwerben, und niemand ahnt, dass sie auf geheimnisvolle Weise Teil der Geschichte dieser Dokumente ist.

Jane Gardam

Jane Gardam wurde 1928 in North Yorkshire geboren. Als einzige Schriftstellerin wurde sie gleich zweimal mit dem Whitbread/ Costa Book Award ausgezeichnet. Mit Ein untadeliger Mann stand sie auf der Shortlist des Orange Prize und mit Letzte Freunde auf der Shortlist des Folio Prize 2013. Sie ist Fellow der Royal Society of Literature und lebt in East Kent.

Bisher sind auf Deutsch erschienen:
Ein untadeliger Mann (2015)
Eine treue Frau (2016)
Letzte Freunde (2016)

Senthuran Varatharajah liest aus „Vor der Zunahme der Zeichen“

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varatharajah_senthuran

Autor: Senthuran Varatharajah Foto: Heike Steinweg

Senthuran Varatharajah
liest aus seinem Buch
Vor der Zunahme der Zeichen

Roman
S. Fischer Verlag
Euro 19,99

Ulrich Greiner führt ein Gespräch mit dem Autor

Am Dienstag
15.11.2016
um 19 Uhr

„Vor der Zunahme der Zeichen ist ein Romandebüt von enormer gedanklicher Konsequenz und einer sprachlichen Radikalität, die selten geworden ist in der deutschen Gegenwartsliteratur.“
Meike Fessmann in der Süddeutschen Zeitung

Senthuran Varatharajah, geboren 1984, studierte Philosophie, ev. Theologie und Kulturwissenschaft in Marburg, Berlin und London. Senthuran Varatharajah lebt in Berlin. Vor der Zunahme der Zeichen ist sein erster Roman.

greinerUlrich Greiner, 1945 geboren, war von 1998 bis 2009 verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur bei der ZEIT und ist nun deren Kulturkorrespondent sowie Herausgeber von ZEIT-Literatur. Er ist Mitglied des Pen-Zentrums Deutschland sowie seit Juni 2011 Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Zuletzt erschien im September 2015 sein Buch Das Leben und die Dinge. Alphabetischer Roman im Verlag Jung und Jung.

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Eintritt 8.- Euro
Begrenzte Plätze.

Anmeldung erforderlich.
Bestellungen signierter Exemplare an:
Telefon: 040 – 34 34 09 / 34 34 85
E-Mail: kontakt@felix-jud.de

Stephan Balkenhol

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Stephan Balkenhol
Stephan Balkenhol
Stephan Balkenhol

Stephan Balkenhol
(geb. 1957)
Wendeschale
2016
Tonkeramik
Unikat mit Künstlersignatur
limitierte Auflage
Preis auf Anfrage.

„Der Künstler kreierte eine Wendeschale. Zwei gleichförmige Schalen mit trichterartiger Wandung wurden an ihrem flachen Boden zusammengefügt. Die eine hat ihre Öffnung oben, die andere unten. Die obere, die die Hauptseite zeigt, ist aus dunkelbraun bis anthrazitfarbenem Manganton gearbeitet, die untere aus hellbeigefarbenem Drehton. Im Spiegel der Hauptschale erscheint ein männlicher, als Flachrelief ausgearbeiteter Kopf im Viertelprofil. Aufgemalter und mit dem Schwamm stellenweise wieder abgeschwischter Schlickterton erzeugt zusätzliche Plastizität. Mit offenen, wachen Augen blickt das Gesicht geradeaus. Seine Lebendigkeit und Diesseitigkeit irritiert, sind wir es doch gewöhnt, in ähnlichen Schalen mit künstlerischer Relevanz den Kopf des toten Johannes des Täufers zu sehen. Aber Balkenhols Gefäß ist auch keine übliche Schale. Es ist ein freies Kunstobjekt. Denn dreht man die Schale um, sieht man auf der anderen Seite denselben Kopf, doch jetzt mit umgekehrter Farbigkeit und im Tiefrelief gearbeitet. Stephan Balkenhol macht die Keramik durchlässig. Seine räumliche Vorstellungskraft durchdringt dieses dichte Material wie eine Membran. Die Kühle der Schalenform, des Materials und der Farbe schafft die dazu nötige, geistige Distanz. Die aristotelische Forderung nach der Einheit von Zeit, Raum und Handlung unserer Wahrnehmung findet in Balkenhols Werk eine neue, surreale Erfüllung.“ (Dr. Arthur Mehlstäubler)